Differenzen während der Scheidung

Warum Eheleute in der Scheidung ihre Differenzen regeln sollten

Eine Trennung ist für alle Beteiligten schwer zu verkraften. Jeder hat auf seine eigene Art und Weise damit zu kämpfen und geht entsprechend anders damit um. Besonderen Einfluss auf den Umgang hat vor allem, aus welchem Grund die Trennung vollzogen wurde.

Der Grund der Trennung – das Wichtigste für Münchener Kinder

Gerade für Ihr Kind ist der Grund elementar, denn oftmals neigen Kinder dazu, sich selber die Schuld an der Trennung der Eltern zu geben. Das ist natürlich Quatsch, ergibt in der Gedankenwelt Ihres Kindes jedoch Sinn. Daher sollten Sie eine Trennung immer offen und vor allem vernünftig mit Ihrem Kind kommunizieren.

Gab es zum Beispiel unüberbrückbare Differenzen oder haben Sie sich einfach auseinandergelebt, versuchen Sie es so gut und kindgerecht wie möglich zu erklären.Und vergessen Sie dabei nicht, Ihr Kind leidet garantiert am meisten unter dieser Trennung.

Aufhetzen und schlecht machen – ein „No-Go“

Mit diesem Wissen vor Augen sollten Sie es nach den Scheidungstipps des Familienministeriums auf jeden Fall vermeiden, Ihren Partner vor Ihrem Kind schlecht zu machen. Gerade dann, wenn die Trennung aufgrund starker Streitereien stattgefunden hat, halten Sie Ihr Kind da raus. Versuchen Sie, so schwer es auch sein mag, so neutral wie möglich zu bleiben.

Nichts ist schlimmer, als wenn das Kind von der Mutter zu hören bekommt, was der Vater alles falsch gemacht hat, wie böse er doch war. Ein Kind kann so etwas weder objektiv beurteilen noch vernünftig verarbeiten.

Es mag sein, dass die Meinung der Mutter, subjektiv betrachtet, korrekt ist. Sie wurde vielleicht schwer enttäuscht, das Vertrauen ist hinüber, sie ist wütend auf den Kindsvater. Das muss aber nicht zwangsläufig bedeuten, dass der Mann ein schlechter Vater wäre.
Vielleicht hatte er seine ganz eigenen Gründe für sein Verhalten, doch diese seien hintenangestellt. Auch wenn sein Verhalten falsch war, dies ist noch lange kein Grund, dem Kind den Vater schlecht zu machen oder ihn gar aus der Wohnung in München zu verbannen.

Beide Elternteile gehören im Familienrecht dazu

Bedenken Sie vor allem, in welche Situation Sie das Kind damit bringen würden. Natürlich hat es, in der Regel, eine starke Bindung zu beiden Elternteilen, sowohl zur Mutter, als auch zum Vater. Wie muss es sich da fühlen, wenn es von der Mutter gegen den Vater aufgehetzt wird, indem er schlecht gemacht wird. Begegnen sich Vater und Kind im Anschluss oder einige Tage danach, dann befindet sich Ihr Kind in einer echten Zwickmühle, worauf auch der Blog auf http://www.familienrechtmuenchen.net/ hinweist. Hier finden sich ettliche Beispiele aus dem Münchener Umland.

Einerseits vermisst es seinen Vater, es hat ihn lieb, aber andererseits hat die Mama so viel Böses über ihn erzählt. Kein Kind kommt mit dieser Art und Weise zurecht und weiß wie es sich richtig verhalten soll. Dies ist nicht nur für den zwischenmenschlichen Umgang fatal, sondern hat auch langwierige Folgen auf die Psyche Ihres Kindes. Immer grübelnd und innerlich den Vater vermissend, aber in dem Wissen, mit seinen Sorgen nicht zur Mutter gehen zu können. Genauso wenig kann es sich aber an den Vater wenden, denn dieser ist ja der Böse. Das kann nicht gut gehen.

Wenn Trennung, dann vernünftig

Wenn Sie im Falle einer Trennung, aus welchen Gründen auch immer, dass Beste für Ihr Kind wollen, dann versuchen Sie, egal wie verletzt Sie auch sind, neutral zu bleiben. Zumindest Ihrem Kind gegenüber. Sollte das nicht möglich sein, dann schildern Sie, sofern möglich, dem Kind sachlich, was vorgefallen ist und was der konkrete Grund für die Trennung ist. Machen Sie ihm aber gleichzeitig deutlich, dass das keinen Einfluss auf die Beziehung zwischen Kind und Vater haben soll.

Am Besten fahren Sie, wenn Sie Ihrem Kind gemeinsam die Gründe für die Trennung erläutern. So kommt Ihr Kind sich nicht abgewiesen oder gar schuldig vor. Und das Wohl des Kindes ist bei allem noch immer das Wichtigste.