Category: Bußgeld und OWi

17 Mai

Wie lange dauert die Zustellung eines Bußgeldbescheids?

Bußgeld und OWi by admin

Wann kann man in der Regel mit der Zustellung des Bußgeldbescheides rechnen?

Eine Ordnungswidrigkeit im Straßenverkehr kann schnell einmal passieren. Doch oft kann die Dauer eines Bescheids für die Zahlung eines Bußgeldes einige Zeit in Anspruch nehmen. Wie lange lässt sich nicht genau beantworten.

Eine Verjährung der Ordnungswidrigkeit setzt in der Regel nach drei Monaten ein. Diese Frist möchte die Behörde möglichst einhalten. Daher kann die Zusendung aber auch mal acht Wochen oder noch länger dauern und ist auch teilweise von der Ordnungswidrigkeit abhängig.

Bußgeldbescheid – Wie lange dauert die Zustellung nach dem Blitzen?

Wir alle kennen es, wenn wir mal aus Eile, mal gedankenverloren Auto fahren und plötzlich dieser Blitz aufflackert…. . Die Ordnungswidrigkeit der Geschwindigkeitsüberschreitung ist die häufigste im Straßenverkehr. Die Dauer der Zusendung des entsprechenden Bußgeldbescheids hängt davon ab, wie viel Aufwand die Behörde mit der Ermittlung des Fahrers betreiben muss.

Ist der Fahrer eindeutig erkennbar, hat die Behörde einen relativ geringen Arbeitsaufwand und der Bescheid wird deutlich schneller im Briefkasten landen, als wenn der Verkehrssünder erst noch identifiziert werden muss, weil er nicht eindeutig zu erkennen ist. Das kann einige Wochen dauern.

Bußgeldbescheid – Wie lange dauert die Zustellung nach einem Knöllchen?

Das Verwarngeld des Strafzettels wird häufig beim Falschparken fällig. Ein Knöllchen befindet sich dann hinter der Windschutzscheibe und liefert Ihnen eine unangenehme Überraschung. Ein Verwarngeld wird in der Regel ebenfalls per Post zugestellt.

Wenn Sie hierauf warten unterscheidet sich nicht viel von dem Bußgeldbescheid nach dem Blitzen. Denn in der Regel ist jede Ordnungswidrigkeit aus Sicht der Behörde zunächst einmal ein Verwaltungsakt. Daher kann hier für die Zustellung ebenfalls eine Zeit von mehreren Wochen verstreichen.

Keine Post nach drei Monaten erhalten?

Glück gehabt! Wenn nach drei Monaten nach einem Verkehrsverstoß noch immer keine Post in Ihrem Briefkasten lag, können Sie fast sicher davon ausgehen, dass sie verjährt ist. Allerdings kann die Frist der Verjährung auch unterbrochen worden sein.
Zu diesen Faktoren, die eine Verlängerung verursachen, gehören:

  • Ein Erlass des Bußgeldbescheids innerhalb von zwei Wochen
  • Zustellung des Bußgeldbescheids
  • Zusendung eines Anhörungsbogens
  • Richterliche Anordnung zur Zeugenvernehmung oder Vernehmung des Betroffenen

Die Postlaufzeiten werden bei dem Bundesverkehrsministerium übrigens immer mit etwa drei Tagen fest definiert. Vor Gericht bringt es daher nichts, wenn der Empfänger die Verjährung erlangen möchte, indem er von einem zu spät erhaltenen Schreiben spricht.

Sonderfall: Alkoholfahrt

Wenn Sie unter Alkohol- oder Drogeneinfluss Auto gefahren sind, ist es schon eine höhergradige Ordnungswidrigkeit oder sogar bereits eine Straftat, die eine längere Verfolgungsverjährung aufweist. So können Sie hier auch noch nach sechs Monaten mit einem Bußgeldbescheid rechnen. In besonders schwerwiegenden Fällen beträgt die Frist sogar ein Jahr und der Fahrer muss neben dem Bußgeld mit einer Freiheitsstrafe rechnen.

Fazit

Ein Bußgeldbescheid für eine Ordnungswidrigkeit wird in der Regel innerhalb eines Monats bei Ihnen eintreffen, kann aber sogar acht Wochen oder länger dauern. Die Behörden beachten in der Regel die Verjährungsfrist von drei Monaten bei geringeren Gesetzesverstößen. Wenn nach drei Monaten kein Bescheid eingetroffen ist, ist er in der Regel verjährt.

Nur bei schlimmeren Verstößen, wie beispielsweise Alkohol am Steuer, können Sie auch nach drei Monaten noch mit einem Bußgeldbescheid rechnen. Hier kann die Frist sogar sechs oder zwölg Monate betragen.…